Nach der Urheimischen Philosophie kann niemals etwas nutzbringend sein, wenn es unsere natürliche Umgebung nachhaltig schädigt. Das betrifft unsere Luft, den Boden und das Wasser, das wir täglich benötigen. Die Qualität unserer Anbaufrüchte und des Gemüses ist weit höher ohne die Rückstände aus Massentierhaltung, die mit Gülle aufs Feld kommen, wie Chemikalien, Stickstoffverbindungen, Antibiotika und Krankheitserreger. Die ausgebrachte Gülle erstickt im Boden zuerst die wichtigen Kleinlebewesen und Bodentiere, dann dringt sie in das Grundwasser ein und belastet dieses mit erhöhten Nitratwerten, die wiederum beim Menschen landen können. Früher, vor der massiven Gülleausbringung bis etwa 1950 erbrachten die Getreideernten bei uns in Deutschland etwa 2,5 bis 3 Tonnen pro Hektar. Heute sind etwa 10 Tonnen pro Hektar der Durchschnitt. Erreicht werden diese hohen Ertragssteigerungen durch Düngung der Felder mit Gülle, Kunst- und Mineraldünger, Pflanzenschutzmittel und Unkrautvernichtungsmitteln, Bioziden, Insektiziden und schließlich durch den vermehrten Ausbau von genmanipulierten Getreidesorten. Ähnliches gilt für die anderen Feldfrüchte wie Kartoffel, Raps und und letztendlich auch den Silomais. In Deutschland sind zur Zeit etwa 250 wirksame Pflanzenschutzmittel in knapp 950 verschiedenen Handelspräparaten zugelassen.
Nitratgehalt im Trinkwasser
Im Dezember 1998 trat die Richtlinie 98/83/EG des Rates über die Qualität des Wassers für den menschlichen Gebrauch in Kraft. Die darin enthaltenen Vorschriften sind mit der Novellierung der Trinkwasserverordnung in innerstaatliches Recht umgesetzt worden. Ist die Trinkwasserbereitstellung durch die Gemeinde gewährleistet, finden regelmäßige Kontrollen der Wasserqualität statt, die beim zuständigen Wasserversorger von jedermann abgefragt werden können. Überschreitung der Grenzwerte werden vom Wasserversorger durch engmaschige Kontrollen und geschicktes Wassermanagement vermieden. Probleme mit der Einhaltung der Grenzwerte z. B. für Nitrat (zulässige Konzentration 50 mg/l) oder Pflanzenschutzmittel und deren Derivate können jedoch auftreten, wenn die Wasserversorgung aus privaten Hausbrunnen erfolgt, die im Einzugsbereich landwirtschaftlich intensiv genutzten Ackerflächen liegen. Hier obliegt die Kontrollpflicht und die Einhaltung der Grenzwerte dem Betreiber. Im Zweifelsfall sollte die Wasserqualität regelmäßig durch eine chemisch-biologische Wasseranalyse geprüft werden.
Ist unser Trinkwasser noch zu retten?
Erhöhte Einträge von Stickstoffverbindungen – Konsequenzen für das Sicker- und Grundwasser
Der Landschaftsraum Nordwestdeutschland wird heute durch eine intensive agrarische Nutzung geprägt, welche im Zusammenhang mit Massentierhaltung, Gülleverarbeitung und –ausbringung regional mit hohen Ammoniak-Emmissionen verbunden ist. Untersuchungen aus dem Institut für Geobotanik der Universität Hannover zeigen die Auswirkungen der luftbürtigen Eintrage von Stickstoffverbindungen auf die Beschaffenheit des Sicker- und Grundwassers im Bereich des Naturschutzgebietes „Heiliges Meer“ mit einer jährlichen Deposition anorganisch gebundenen Stickstoffs von etwa 16 kg/ha*a auf den Freiflächen und bis zu 65 kg/ha*a in Waldbeständen.
Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband sichert in seinem kurzen Werbespot unter anderem folgendes zu: " (...) Zudem sichern wir durch Umweltschutz sauberes Trinkwasser auch für kommende Generationen".
Da muss sich dann Landrat Frank Eger um die Trinkwasserqualität im Landkreis Oldenburg keine Sorgen machen. Der OOWV-Verbandsvorsteher Frank Eger hat alles unter Kontrolle.
Zumindest im Landkreis Oldenburg ist mit dem Trinkwasser jetzt und auch in Zukunft alles in Ordnung und der Verbraucher muss sich keine Gedanken machen.